Multi-Familien-Therapie

Es arbeiten zwei Familientherapeuten simultan mit mehreren Familien. Das systemische Konzept verbindet familientherapeutische Interventionen mit einem Gruppenkontext.


Familien als Experten

Die Familien lernen gegenseitig am Modell und geben sich differenziert Feedback auf gleicher Augenhöhe. Die Stärkung der elterlichen Kompetenz und die Eigenverantwortung für das Wohl der Kinder stehen im Mittelpunkt. Zudem werden durch die gemeinsame Erfahrung in der Gruppe Entstigmatisierung und Solidarität gefördert.


Zielgruppe

Wir sehen genau hin

Psychosozial hoch belastete Familien, mit Eltern, deren Erziehungsverhalten und Bindungsangebot deutlich beeinträchtigt erscheint. Bei den Kindern werden häufig u.a. chronifizierte Anpassungs- und Leistungsprobleme diagnostiziert.


Struktur

Lernen am Modell

Kontraktphase (3 Monate)

Ein Familientherapeut arbeitet mit je einer Familie in vierzehntägigen Arbeitstreffen mit dem Ziel, eine Kooperationsbasis zu schaffen.

Intensivphase (6 Monate)

In dieser Phase steigen drei bis sechs Familien und zwei Familientherapeuten intensiv in den Gruppen- und Veränderungsprozess ein. Dies in Form vierzehntägiger Gruppentreffen, einem gemeinsamen Wochenende und bei Bedarf gesonderten Familiensitzungen.

Stabilisierungsphase (3 Monate)

Veränderungsprozesse und neu Erlerntes werden durch praxisorientierte Rückmeldungen stabilisiert. In vierzehntägigen Gruppentreffen, an einem Wochenende und bei Bedarf bei gesonderten Familiensitzungen wird gemeinsam an den Zielen gearbeitet.

Selbsthilfephase (3 Monate)

Netzwerke werden vorbereitet, die Familien arbeiten selbst organisiert und treffen sich monatlich. Die Treffen werden von einem Familientherapeuten begleitet, der ggf. gesonderte Familiensitzungen anbietet.


Fachkräfte

Erfahrung zählt

Die Familientherapeuten, die die Multi-Familien-Therapie anbieten, verfügen über eine mehrjährige zertifizierte familientherapeutische Ausbildung und langjährige Erfahrungen mit hoch belasteten Familien.


Qualitätssicherung

Qualität kann man sehen

Maßnahmen der Qualitätssicherung und -entwicklung sind u.a.:

  • Dokumentation des Therapieverlaufs
  • externe Supervision
  • interne Fortbildung
  • Evaluation

Dokumentation

Über die Entwicklung der Familien erfolgt ein qualifizierter Bericht mit einer Prognose und einer fachlichen Empfehlung.

Gesetzliche Grundlage

Die Multi-Familien-Therapie ist ein Angebot der Hilfen zur Erziehung gem. § 27 KJHG ff.

Finanzierung

Die Finanzierung erfolgt über einen Entgeltsatz, der je nach Arbeitsphase variiert.


Ansprechpartner:

Michaele Buscher
Bereichsleiterin Ambulante Hilfen


Ambulante Hilfen

Bild: Therapeuten

Familien-
therapeuten

Bild: Hausbesuche

Hausbesuche

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einsatz

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Zwangskontext

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